Mount Ōmine, Heiliger Berg im Bezirk Yoshino, Japan
Der Ōmine erreicht eine Höhe von 1719 Metern (5640 Fuß) innerhalb des Yoshino-Kumano-Nationalparks und trägt auf seinem Gipfel den Tempel Ōminesanji. Der Aufstieg führt durch dichte Wälder und steile Felswände, die den Weg zu einem anspruchsvollen Ziel für Kletterer und spirituelle Suchende machen.
En no Gyōja gründete hier im 8. Jahrhundert ein Bergkloster und schuf damit das Zentrum des Shugendō-Buddhismus. Das Kloster entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem wichtigen Ort für spirituelle Übungen und zog Pilger aus ganz Japan an.
Der Berg dient seit Jahrhunderten als Hauptübungsort für die Yamabushi, die auf dem Gipfel strenge Übungen durchführen. An bestimmten Stellen wie Byodo Iwa und Nishi no Nozoki absolvieren die Praktizierenden traditionelle Klettertests, die ihr spirituelles Training prüfen und vertiefen.
Die Bergpfade bleiben während der Wintermonate wegen Schnee und Eis geschlossen, sodass der Zugang für Besucher unmöglich wird. Wer den Aufstieg plant, sollte die Bedingungen vorab prüfen und sich auf steile Abschnitte und wechselndes Wetter einstellen.
Drei Testpunkte entlang der Route stellen Kletterer vor spezielle Aufgaben, darunter Meditation in hängender Position über Felskanten. Diese Prüfungen gehören seit Jahrhunderten zur Ausbildung und verlangen Mut und körperliche Kontrolle von den Teilnehmern.
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