Tatsuta polder sluice gates, Wassermanagementstruktur in Yatomi, Japan.
Die Tatsuta-Polderschleusentore sind ein Bauwerk aus Ziegeln mit vier Gewölbedurchgängen, das sich über 26 Meter erstreckt und insgesamt 9,5 Meter breit und 8 Meter hoch ist. Die Konstruktion dient sowohl als Wasserkontrollmechanismus als auch als Brücke, mit Holztüren und Hebesystemen, die den Wasserdurchfluss durch ziegelverkleidete Kanäle steuern.
Das Bauwerk wurde zwischen 1901 und 1902 errichtet und diente ursprünglich als Drainageanlage für landwirtschaftliche Zwecke, um Wasser in den Fluss Nabeta zu leiten. Im Laufe der Zeit wandelte sich seine Funktion, um auch als Bewässerungssystem gegen Gezeiteneinfluss zu arbeiten.
Das Bauwerk wurde 1978 als immaterielles Kulturgut der Stadt Yatomi anerkannt und steht für frühe moderne japanische Ingenieurskunst. Es zeigt, wie die Menschen damals lernten, Wasser für ihre Felder zu kontrollieren.
Das Bauwerk ist über einen gut sichtbaren Pfad erreichbar und am einfachsten bei klarem Wetter zu erkunden, wenn die Details der Ziegelstruktur deutlich sichtbar sind. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände rund um die Schleusen nass und rutschig sein kann.
Die Schleusen zeigten eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit, da sie ursprünglich Entwässerungsprobleme hatten, sich aber später in ein rückwärtiges Bewässerungssystem zur Kontrolle der Gezeiteneffekte umwandelten. Diese Transformation zeigt, wie frühe Ingenieure ihre Designs anpassten, wenn die ursprüngliche Lösung nicht wie erwartet funktionierte.
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