Sakamoto Castle, Wasserburg in Shimo-Sakamoto, Japan
Sakamoto Castle befindet sich am Westufer des Biwa-Sees und verfügt über Steinmauern, die sich bis ins Wasser erstrecken und die Schifffahrtswege durch die Region kontrollierten. Die Ruinen zeigen heute noch die Fundamente einer mittelalterlichen Wasserburg mit strategischer Lage am größten See Japans.
Akechi Mitsuhide errichtete die Burg 1571 im Auftrag von Oda Nobunaga als Verteidigungsposten nach der Belagerung des Berges Hiei. Die Anlage brannte 1582 nieder, nachdem Mitsuhide gegen seinen Herrn rebellierte und bei Yamazaki geschlagen wurde.
Der portugiesische Missionar Luis Frois bezeichnete diese Anlage als zweitwichtigste Burg Japans während der Sengoku-Zeit und beschrieb ihre architektonische Raffinesse. Seine Beobachtungen zeigen, wie europäische Besucher die militärische Baukunst Japans im 16. Jahrhundert wahrnahmen.
Die Burgstätte liegt einen kurzen Fußweg vom See entfernt und ist über gepflasterte Wege erreichbar, die durch Wohngebiete führen. Die Ruinen sind frei zugänglich und lassen sich am besten bei klarem Wetter erkunden, wenn die Sicht auf den Biwa-See ungehindert ist.
Bei niedrigem Wasserstand im Biwa-See tauchen Teile der ursprünglichen Steinmauern aus dem Wasser auf und geben den Blick auf das mittelalterliche Fundament frei. Diese versunkenen Strukturen zeigen, wie weit die Burg ursprünglich ins Wasser hineinreichte.
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