Mitsudera, Archäologische Ausgrabungsstätte in der Präfektur Gunma, Japan.
Mitsudera ist eine archäologische Ausgrabungsstätte in der Präfektur Gunma, Japan, die mehrere übereinanderliegende Siedlungsschichten aus der japanischen Vorgeschichte freigelegt hat. Zu den geborgenen Funden zählen Keramikfragmente, Steinwerkzeuge, Haniwa-Tonfiguren und Überreste baulicher Strukturen aus verschiedenen Epochen.
Die Ausgrabungen in Mitsudera haben gezeigt, dass der Ort über viele Generationen hinweg kontinuierlich besiedelt war, von der Jomon-Zeit bis in die Kofun-Zeit. Der Standort erlangte besondere Bekanntheit durch den Ausbruch des Vulkans Haruna, der Teile der Stätte konservierte und sie für die Forschung zugänglich machte.
Die Überreste von Mitsudera zeigen, dass der Ort in der Kofun-Zeit als Zentrum für die Herstellung von Haniwa-Tonfiguren diente. Diese Figuren wurden als Grabbeigaben verwendet und geben einen direkten Einblick in die Bestattungskultur der damaligen Bevölkerung Gunmas.
Das Gelände liegt in der Präfektur Gunma und ist am besten mit dem Auto erreichbar, da der öffentliche Nahverkehr in dieser Gegend begrenzt ist. Das Terrain ist uneben, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk, besonders nach Regenfällen.
Unter der Ascheschicht des Vulkans Haruna wurden in ehemaligen Reisfeldern alte Fußabdrücke entdeckt, die im Schlamm erhalten geblieben sind. Diese Abdrücke stammen von Menschen, die kurz vor oder während des Ausbruchs über die Felder liefen, und sind ein seltener direkter Beleg für alltägliche Bewegungen in der Antike.
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