Sanmachi, Stadtviertel in Takayama, Japan
Sanmachi ist ein historisches Stadtviertel in Takayama in der Präfektur Gifu, das als Wichtiges Erhaltungsgebiet für Gruppen traditioneller Gebäude eingestuft ist. Die Straßen sind von dunklen Holzhäusern mit Gitterläden, Ziegeldächern und Wasserrinnen unter den Dachtraufen gesäumt.
Sanmachi entwickelte sich in der Edo-Zeit zu einem Handelszentrum, in dem Kaufleute mit Sake, Handwerk und lokalen Produkten handelten. Nach der Meiji-Zeit wurden viele der alten Gebäude erhalten, und der Bezirk erhielt schließlich seinen Status als nationales Erhaltungsgebiet.
Entlang der Straßen von Sanmachi hängen an den Eingängen der Brauereien runde Ornamente aus Zedernblättern, sogenannte Sugidama, die sich von Grün nach Braun verfärben, wenn der Sake reift. In den Läden der Gegend findet man auch Sarubobo-Puppen, ein lokales Glückssymbol in Form einer kleinen roten Figur, das seit Generationen mit Takayama verbunden ist.
Das Viertel ist etwa 15 Gehminuten vom Bahnhof Takayama entfernt und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Es empfiehlt sich, früh morgens zu kommen, um den Markt in der Nähe des Flusses zu sehen, bevor die Touristengruppen eintreffen.
Unter den Dachtraufen der Häuser in Sanmachi verlaufen noch heute offene Wasserrinnen, die einst zur Brandbekämpfung und für den Brauereibetrieb genutzt wurden. Das leise Plätschern des Wassers begleitet den Spaziergang durch das Viertel und ist eines der unerwarteten Details, die viele Besucher erst beim genauen Hinsehen bemerken.
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