Sangen Bridge, Eisenbahnbrücke am Shuparo-See, Japan
Die Sangen-Brücke spannt sich 381 Meter über den Shuparo-See mit einer dreieckigen Fachwerkstruktur, die einen oberen Gurt und zwei untere Gurtungen über sieben Abschnitte aufweist. Das Bauwerk zeigt charakteristische Merkmale dieser speziellen Konstruktionsweise.
Das Bauwerk entstand 1958 als Ersatz für die versunkene Eisenbahnlinie und war nur sechs Jahre in Betrieb, bevor 1963 die Umstellung auf Lastkraftwagenverkehr erfolgte. Der kurze Betriebszeitraum macht es zu einem seltenen Beispiel einer brachliegenden Eisenbahninfrastruktur.
Die Brückenstruktur wurde zum Symbol der Region und erscheint auf Marken der lokalen Post, was die Ingenieurskunst der Nachkriegszeit widerspiegelt. Die Konstruktion zeigt, wie Bauwerke in Japan Teil der regionalen Identität wurden.
Während Niedrigwasserphasen des Shuparo-Sees ragt der obere Gurt aus dem Wasser heraus und ermöglicht einen guten Blick auf die Konstruktionselemente. Dies ist der beste Zeitpunkt, um die Brückenstruktur in ihrer Gesamtheit zu beobachten.
Das dreieckige Querschnittdesign macht es zu einem der wenigen derartigen Bahnbauwerke weltweit, mit einem ähnlichen Beispiel nur in Düren, Deutschland. Dieser konstruktive Ansatz war kostengünstig und effizient für die damalige Ingenieurpraxis.
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