Kitagi Island, Granitproduktionsinsel in der Präfektur Okayama, Japan
Kitagi ist die größte der Kasaoka-Inseln in der Präfektur Okayama und erstreckt sich über 7,5 Quadratkilometer mit einem Umfang von 18,3 Kilometern. Der Berg Bakkuri erhebt sich auf 226 Meter und bildet die höchste Erhebung der Insel.
Das Granitgestein der Insel diente als Baumaterial für bedeutende Bauwerke wie die Mauern von Schloss Osaka und das Gebäude der Bank of Japan. Die Steinbrüche prägten die Wirtschaft über Jahrhunderte, bis der Abbau in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts allmählich nachließ.
Während der jährlichen Nagashi-Bina-Zeremonie legen die Bewohner Papierpuppen in kleinen Booten zusammen mit Pfirsichblüten und Reiskuchen ins Wasser, die auf den Wellen davontreiben. Dieser Frühlingsbrauch bittet um Schutz und Wohlergehen für die Familien auf der Insel.
Die Anreise erfolgt mit regelmäßigen Fährverbindungen vom Fushigoe-Hafen und Sumiyoshi-Hafen in Kasaoka, wobei die Überfahrt je nach Ausgangspunkt zwischen 30 und 40 Minuten dauert. Übernachtungsmöglichkeiten sind begrenzt, daher empfiehlt sich eine rechtzeitige Planung oder ein Tagesausflug vom Festland.
Trotz des Rückgangs des lokalen Steinbruchbetriebs bewahrt die Insel fortgeschrittene Techniken zur Steinbearbeitung und verarbeitet heute hauptsächlich importierte Materialien. Diese Kontinuität sichert das handwerkliche Wissen und ermöglicht neuen Generationen, die traditionellen Fertigkeiten zu erlernen.
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