Ōsumi Kokubun-ji, Buddhistische Tempelruinen in Kokubu-Chūō, Japan.
Das Ōsumi Kokubun-ji ist eine ehemalige buddhistische Tempelanlage, deren Grundmauern und archäologische Reste sich über ein großes Areal nahe des Flusses Miyake erstrecken. Die Überreste zeigen das ursprüngliche Grundriss-Layout mit verschiedenen Gebäudefundamenten, die die religiöse und administrative Bedeutung des Tempels widerspiegeln.
Der Tempel wurde in der Zeit zwischen 741 und 820 unter Befehl des Kaisers Shōmu gegründet und diente als provinzielles religiöses Zentrum für die buddhistische Gemeinschaft. Im 9. Jahrhundert zerstörte ein Feuer die Anlage und beendete ihre Nutzung als aktives Heiligtum.
Die Tempelanlage folgte den standardisierten architektonischen Prinzipien der Nara-Zeit und spiegelte die Integration buddhistischer Praktiken in japanische Regierungsstrukturen wider.
Das Gelände ist leicht zu Fuß vom Bahnhof Kokubu erreichbar und als geschützter Ort offiziell zugänglich. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da die Fläche groß ist und man Zeit braucht, um alle archäologischen Bereiche zu erkunden.
Grabungen zwischen 1961 und 2013 brachten zahlreiche bemalte Dachziegel aus der Nara-Zeit ans Licht, die heute im Museum ausgestellt sind. Große Teile des Geländes liegen jedoch unter Privatland und wurden nie vollständig untersucht.
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