Aira-Caldera, Supervulkan in der Präfektur Kagoshima, Japan
Aira ist eine Caldera in der Präfektur Kagoshima, Japan, die sich über rund 23 Kilometer erstreckt und im Süden der Insel Kyushu eine große Senke bildet. Die Vertiefung liegt teilweise unter der Bucht von Kagoshima, und an ihrem Rand erhebt sich der aktive Vulkan Sakurajima, der häufig Rauchsäulen ausstößt.
Die Caldera entstand vor etwa 22.000 Jahren durch eine gewaltige Eruption, die einen Großteil der südlichen Region Kyushus mit vulkanischem Material bedeckte. Spätere Ausbrüche formten den heutigen Sakurajima, der im Mittelalter noch eine Insel war, bevor Lavaströme im Jahr 1914 ihn mit dem Festland verbanden.
Die Stadt Kagoshima lebt mit der täglichen Gegenwart von Vulkanasche, die sich auf Straßen und Dächer legt und von den Bewohnern regelmäßig entfernt wird. Öffentliche Waschplätze stehen bereit, damit Menschen ihre Kleidung und Fahrzeuge säubern können, wenn der Wind die Asche in bewohnte Gebiete trägt.
Die Bucht bietet mehrere Aussichtspunkte entlang der Küste, von denen Besucher die Form der Caldera und den Vulkan Sakurajima überblicken können. An klaren Tagen wird die Sicht deutlicher, besonders am frühen Morgen, bevor sich Wolken oder Asche aufbauen.
Unter der Bucht dehnt sich eine Magmakammer langsam aus und hebt den Meeresboden stellenweise um mehrere Zentimeter pro Jahr. Diese Bewegung wird von Forschern gemessen, die das gesamte Gebiet als geologisches Labor nutzen, um Vulkanverhalten zu verstehen.
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