Kobotoke no Seki, Feudaler Kontrollpunkt in Urakakkocho, Japan
Kobotoke no Seki ist ein historischer Seki (Kontrollposten) am Kobotoke-Pass im Westen der Präfektur Tokyo, der an der alten Koshu-Kaido-Straße liegt. Der Pass liegt inmitten bewaldeter Berge, und der Posten nutzte das enge Gelände, um den Durchgang zu überwachen.
Der Posten wurde im späten 16. Jahrhundert errichtet, als das Tokugawa-Shogunat begann, Reisen und Handel auf den wichtigsten Straßen des Landes zu kontrollieren. Er blieb mehrere Jahrhunderte in Betrieb, bis das Shogunat im 19. Jahrhundert zusammenbrach und das System der Kontrollposten aufgegeben wurde.
Am Kobotoke-Pass wurden nicht nur Waren, sondern auch Reisende nach Pässen und Erlaubnisdokumenten kontrolliert. Wer keine gültigen Papiere vorweisen konnte, durfte nicht passieren, was den Alltag vieler einfacher Menschen stark beeinflusste.
Der Standort ist über Wanderwege in den bewaldeten Bergen westlich von Tokyo erreichbar, und vor Ort weisen Informationstafeln auf die Geschichte des Ortes hin. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da das Gelände bergig und die Wege schmal sind.
Frauen wurden an diesem Posten besonders streng kontrolliert, da das Shogunat verhindern wollte, dass sie die Hauptstadt ohne Genehmigung verließen. Diese sogenannte Frauenkontrolle war an vielen Bergpässen strenger als in der Ebene, weil es kaum Umgehungswege gab.
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