Kogane Castle, Japanische Burg in Ōyaguchi, Japan
Kogane Castle ist eine japanische Festung, die auf einem 20 Meter hohen Hügel in Matsudo steht und zwölf Befestigungsanlagen aufweist. Die gesamte Anlage erstreckt sich über eine beeindruckende Fläche mit mehreren miteinander verbundenen Befestigungsringen, die typisch für die Architektur der Sengoku-Zeit sind.
Eine hochrangige Samurai-Familie namens Takagi Tanekichi gründete diese Burg 1537 und machte sie zur größten Festung in der damaligen Shimōsa-Provinz. Später diente sie als Zufluchtsort für Ashikaga Yoshiuji, einen vertriebenen Herrscher, der in den 1560er Jahren dort Schutz suchte.
Die Burg war ein Zufluchtsort für politisch verfolgte Herrscher und zeigt durch ihre Größe die Macht lokaler Samurai-Clans in dieser Region. Besucher können heute noch nachvollziehen, wie bedeutsam dieser Ort für die politischen Machtkämpfe der damaligen Zeit war.
Die Ruinen sind leicht zu erreichen und liegen in fußläufiger Nähe zu zwei Bahnstationen, was einen praktischen Zugang ermöglicht. Besucher sollten bequeme Schuhe mitbringen, da der Hügel und die unebenen Wege erkundet werden müssen.
Archäologische Ausgrabungen an der Stätte förderten Schusswaffen-Munition und Keramik aus verschiedenen japanischen Töpfereien zutage. Besonders faszinierend ist der Fund von importierter chinesischer Keramik, die zeigt, dass dieses entfernte Landgebiet an internationalen Handelsnetzwerken beteiligt war.
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