Tōfuku-ji, Zen-buddhistischer Tempel in Higashiyama-ku, Kyoto, Japan
Tōfuku-ji ist ein Zen-Tempel im Bezirk Higashiyama in Kyoto, der aus mehreren miteinander verbundenen Gebäuden besteht, darunter das älteste erhaltene Zen-Torhaus Japans. Das Areal wird von großzügigen Gärten geprägt, in denen Japanische Ahornbäume die Landschaft dominieren und besonders im Herbst leuchtend rot gefärbt sind.
Der Tempel wurde 1236 vom kaiserlichen Kanzler Kujō Michiie gegründet und erhielt seinen Namen nach zwei berühmten Tempeln in Nara. Nach Feuerschäden wurde er im 15. Jahrhundert umfassend wiederaufgebaut und behielt dabei seine zen-buddhistische Bedeutung.
Der Tempel ist das Hauptkloster der Tofukuji-Schule innerhalb der Rinzai-Zen-Tradition und zieht Gläubige an, die hier traditionelle Meditationspraktiken pflegen und beobachten können. Die Tempel-Gebäude und Gärten sind für Besucher zugänglich und zeigen im Alltag, wie diese religiöse Gemeinschaft ihr Leben und ihre Räume gestaltet.
Das Tempelgelände ist in verschiedene Bereiche unterteilt, von denen einige separate Eintrittskarten benötigen, um zugänglich zu sein. Der Besuch im Herbst ist besonders beliebt wegen der Ahornblätter, daher ist es ratsam, früh zu kommen und genug Zeit zum Erkunden einzuplanen.
Der Tempel bewahrt die ältesten erhaltenen gemeinsamen Badehäuser und Toiletten aus der Muromachi-Zeit des 14. Jahrhunderts, die einen seltenen Einblick in die praktischen Aspekte des monastischen Lebens bieten. Diese Einrichtungen zeigen, wie Mönche früher ihre Hygiene-Infrastruktur organisierten und nutzten.
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