Fuchū Prison, Justizvollzugsanstalt in Fuchū, Japan
Das Fuchū-Gefängnis erstreckt sich über eine Fläche von etwa 23 Hektar und ist von einer über einen Kilometer langen Mauer umgeben, die mehr als fünf Meter hoch ist. Die Anlage umfasst vier voneinander getrennte Zellblöcke, in denen Insassen unterschiedlicher Kategorien untergebracht sind, darunter auch ein eigener Bereich für ausländische Häftlinge mit Einzelzellen.
Die japanischen Behörden errichteten das Gefängnis im Juni 1935, nachdem Sugamo bei dem Erdbeben von 1923 zerstört worden war. Die Anlage wurde seitdem mehrfach erweitert und umgebaut, um den wachsenden Anforderungen des japanischen Strafvollzugssystems gerecht zu werden.
Die Einrichtung ist das einzige japanische Gefängnis, das ausschließlich Männer aufnimmt und eine deutliche Trennung der Insassen nach Herkunft und Haftbedingungen vorsieht. Die Anstaltsregeln verlangen von allen Gefangenen, während der täglichen Routineabläufe keine Gespräche zu führen, was das japanische Prinzip strikter sozialer Ordnung widerspiegelt.
Die Einrichtung ist nicht für Besucher geöffnet und kann nur von außen betrachtet werden, wobei die hohen Mauern die Sicht auf das Innere verhindern. Für diejenigen, die sich für das japanische Justizsystem interessieren, gibt es in der Stadt Fuchū ein kleines Museum mit Informationen zur Strafvollzugsgeschichte.
Die Zellen für ausländische Häftlinge haben eine Grundfläche von etwa zehn Quadratmetern, was deutlich größer ist als in anderen japanischen Gefängnissen. Die Einrichtung betreibt mehrere Werkstätten, in denen Insassen verschiedene Berufsfertigkeiten erlernen können, von Schreinerei bis zu Industrienäherei.
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