Shikihide stable, Sumo-Stall in der Präfektur Ibaraki, Japan
Die Shikihide-Heya ist eine Sumo-Trainingsstätte in der Präfektur Ibaraki, Japan, die sich weit außerhalb des üblichen Sumo-Viertels befindet. Neunzehn Ringer leben und trainieren hier zusammen unter strengen Regeln, die das tägliche Leben und die sportliche Entwicklung in der Gemeinschaft bestimmen.
Der ehemalige Komusubi Ōshio gründete die Heya 1992 und baute sie schrittweise auf. Erst nach fast zwei Jahrzehnten erreichte mit dem Mongolen Senshō der erste Ringer aus dieser Schule den Sekitori-Rang, was den langen Weg der Entwicklung zeigt.
Der Name leitet sich vom Ringnahmen des Gründers ab, der seine Tradition bis heute weiterführt. Die Ringer trainieren nach dem Morgenprogramm oft gemeinsam Yoga, was unter den traditionellen Heya eher ungewöhnlich ist und eine Verbindung von alter Praxis mit neuen Körpertechniken darstellt.
Die Lage fernab von Tokios Ryōgoku-Viertel macht spontane Besuche schwierig, und Gäste sollten sich im Voraus über mögliche Besuchszeiten informieren. Alle Ringer müssen neben dem Training die Oberschule abschließen, was den Alltag in der Heya stark strukturiert und Besuchsmöglichkeiten einschränkt.
Die Heya nimmt Ringer unabhängig von ihrer Körpergröße auf, manche wiegen nur 67 Kilogramm. Diese offene Haltung weicht deutlich von den typischen Anforderungen im Sumo ab, wo schwere Statur meist als Vorteil gilt.
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