Shōmonzuka, Grabhügel in Ōtemachi, Japan.
Shōmonzuka ist ein altes Hügelgrab im Stadtteil Ōtemachi, wo Steindenkmäler und traditionelle japanische Strukturen an eine legendäre Figur aus dem Mittelalter erinnern. Das Gelände liegt eingebettet zwischen modernen Bürotürmen und bildet mit seinen Schreinelementen einen ruhigen Kontrast zur geschäftigen Umgebung.
Der Ort entstand im 10. Jahrhundert nach einer Rebellion, die ein Samurai gegen die kaiserliche Macht führte. Als der Aufstand niedergeschlagen wurde, fand sein Haupt hier seine letzte Ruhestätte, die später zu einem Verehrungsort wurde.
Der Name des Orts verbindet sich mit Masakado, dessen Geist heute noch durch kleine Schreine und Opfergaben verehrt wird. Geschäftsleute aus den umliegenden Büros besuchen regelmäßig den Ort und halten damit einen alten Brauch am Leben.
Das Gelände ist von mehreren U-Bahn-Stationen fußläufig erreichbar und jederzeit offen zugänglich. Hinweistafeln vor Ort erklären die Bedeutung des Orts, allerdings nur auf Japanisch.
Der Ort überlebte mehrere Versuche, ihn zu versetzen oder zu entfernen, weil Unfälle und Unglücke jeweils mit der Störung des Grabes in Verbindung gebracht wurden. Deshalb bleibt das Gelände bis heute an seinem ursprünglichen Platz inmitten hochmoderner Geschäftsgebäude.
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