Okama, Vulkankratersee am Berg Zao, Japan.
Okama ist ein kreisrunder Kratersee am Gipfel des Bergs Zao in der Präfektur Miyagi, Japan, der aus einem Vulkanausbruch entstand. Der See misst etwa 360 Meter im Durchmesser, erreicht eine Tiefe von ungefähr 60 Metern und liegt auf einer Höhe von rund 1550 Metern über dem Meeresspiegel in einer kahlen Landschaft aus Vulkanasche und Gestein.
Der Kratersee entstand in den 1720er Jahren während einer Eruption im Vulkankomplex der Zao-Berge, die die Form des Gipfels veränderte. Seitdem ist der Vulkan mehrfach ausgebrochen, wobei die größte Aktivität im 18. und 19. Jahrhundert stattfand und kleinere Ereignisse bis ins 20. Jahrhundert andauerten.
Einheimische nennen den Krater Goshikinuma, was See der fünf Farben bedeutet, weil das Wasser seine Farbe mit dem Wetter wechselt. An sonnigen Tagen leuchtet die Oberfläche türkisgrün, während bei Nebel oder Regen graue und blaue Töne überwiegen und das Wasser wie flüssiges Metall wirkt.
Der Aussichtspunkt ist über die Straße Zao Echo Line erreichbar, die von Ende April bis Anfang November geöffnet ist, wenn Schnee die Zufahrt nicht blockiert. Besucher können vom unteren Parkplatz einen Sessellift nehmen oder zu Fuß den kurzen Wanderweg zum Kraterrand hinaufgehen, wo der Blick auf das Wasser frei ist.
Das extrem saure Wasser erlaubt nur wenigen mikroskopischen Organismen wie dem Rädertier Rotaria rotatoria und bestimmten Kieselalgen der Gattung Pinnularia das Überleben. Diese winzigen Lebewesen haben sich so an die rauen Bedingungen angepasst, dass sie in normalem Süßwasser nicht existieren könnten.
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