Myth of Tomorrow, Wandgemälde im Bahnhof Shibuya, Japan
Myth of Tomorrow ist ein Wandgemälde von Tarō Okamoto in der Shibuya Station in Tokio. Die Komposition erstreckt sich über 30 Meter Breite und 5,5 Meter Höhe und zeigt menschliche Gestalten und Kreaturen in großformatigen, expressiven Pinselstrichen.
Okamoto schuf das Werk 1969 als Auftragsarbeit für ein Hotel in Mexiko-Stadt, das nie eröffnet wurde. Das Gemälde verschwand für Jahrzehnte, bis es 2003 in einem Vorort von Mexiko-Stadt wiederentdeckt und 2008 nach Japan gebracht wurde.
Das Werk trägt seinen Namen, weil Okamoto die Hoffnung zeigen wollte, die selbst nach großer Zerstörung weiterlebt. Besucher sehen heute eine kraftvolle Darstellung menschlicher Widerstandsfähigkeit, gemalt in leuchtenden Rot-, Gelb- und Schwarztönen, die an traditionelle mexikanische Wandmalkunst erinnern.
Das Wandgemälde hängt im Obergeschoss der Station, am Übergang zu Mark City, wo Pendler täglich vorbeigehen. Reisende können beim Wechsel zwischen den Bahnsteigen einen Blick darauf werfen oder kurz anhalten, um die Details zu betrachten.
Während der Restaurierung entdeckten Experten ein kleines Paneel, das Okamoto später hinzugefügt hatte und das ein U-Boot und eine Rakete zeigt. Dieses Zusatzelement hängt nun in einer Ecke in der Nähe des Hauptwerks und erinnert an die Nuklearunfälle von Daigo Fukuryū Maru.
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