Honzan-ji, Buddhistischer Tempel in Misaki, Japan.
Honzan-ji ist ein Tendai-Tempel am Berg Iwama in Misaki, Präfektur Okayama, gegründet 701 und 1110 an seinen heutigen Standort verlegt. Die Haupthalle von 1350 hat ein Zypressenrindendach, und die dreistöckige Pagode von 1652 ist die größte der Präfektur Okayama. Zum Gelände gehören außerdem eine Steinpagode von 1335, eine Halle von 1519, ein Tor von 1686 und ein Mausoleum der Fürsten von Tsuyama.
Der Tempelüberlieferung zufolge gründete der Mönch Saeki Ariyori im Jahr 701 auf einem Gipfel südlich des heutigen Standorts einen Tempel namens Shinzan-ji, den der chinesische Mönch Jianzhen etwa fünfzig Jahre später in Honzan-ji umbenannte. 1110 wurde er an seinen heutigen Platz verlegt und blühte als Tendai-Bergtrainingszentrum mit bis zu 120 Mönchsunterkünften. 1132 beteten die Eltern Hōnens dort für eine sichere Geburt. In der Edo-Zeit wurde er Gebetstempel der Domäne Tsuyama, und die Fürsten Mori und später Matsudaira errichteten dort ihr Mausoleum.
Der Tempelüberlieferung zufolge änderte der chinesische Mönch Jianzhen (Ganjin) den Namen von Shinzan-ji in Honzan-ji. Im Jahr 1132 kamen die Eltern Hōnens, Uruma Tokikuni und seine Frau, hierher, um für eine sichere Geburt zu beten. Auf dem Gelände standen einst bis zu 120 Mönchsunterkünfte, und der Tempel war ein Bergschulungszentrum des esoterischen Tendai-Buddhismus.
Mit dem Auto liegt der Tempel etwa 30 Minuten südlich der Anschlussstelle Tsuyama der Chugoku-Autobahn. Mit der Bahn steigt man am Bahnhof Yuge der JR-Tsuyama-Linie aus und fährt noch etwa 15 Minuten mit dem Auto. Der Zugang und das Gelände weisen Hänge und Steintreppen auf; für den Weg zwischen den Gebäuden sollte man Zeit einplanen.
Das älteste erhaltene Bauwerk auf dem Gelände ist eine steinerne Hōkyōintō-Pagode von 1335, fünfzehn Jahre älter als die Haupthalle. Eine zweite Hōkyōintō vor dem Mausoleum entstand 1399. Beide sind geschützt, die erste national, die zweite durch die Präfektur Okayama.
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