Tōkai-ji, Buddhistischer Tempel in Kita-Shinagawa, Japan
Tōkai-ji ist ein Zen-Tempel der Rinzai-Schule, Zweig Daitoku-ji, in Kita-Shinagawa, 1639 von Tokugawa Iemitsu für den Mönch Takuan Sōhō gegründet. Das heutige Gelände entspricht dem früheren Untertempel Genjō-in (einst Rinshō-in), einem Bruchteil der ursprünglichen 47.666 Tsubo. Die Glocke stammt von 1693; der Tempel bewahrt ein Porträt Takuans, das als Kulturgut der Präfektur Tokio eingetragen ist.
Tōkai-ji wurde 1639 von Shōgun Tokugawa Iemitsu gegründet, der ihn in Shinagawa eigens für den Zen-Meister Takuan Sōhō errichten ließ, um ihn jederzeit um Rat fragen zu können. Nach dem Vorfall der purpurnen Roben von 1627 nach Kaminoyama verbannt, wurde Takuan begnadigt und von Iemitsu empfangen, der das Dekret 1641 aufhob. 1694 brannte der Tempel nach einem Feuer aus Shinagawa-juku nieder; Keishō-in, die Mutter Shōguns Tsunayoshi, finanzierte den Wiederaufbau, aus dem die Tempelglocke stammt.
Der Name des Tempels stammt vom Titel Takuan Sōhōs, Tōkai Kokushi. Im Tempel wird ein Porträt Takuans aufbewahrt, ein designiertes Kulturgut Tokios; sein Grab liegt auf dem Friedhof Tōkai-ji Ōyama westlich des Geländes und ist eine nationale historische Stätte. Dort befindet sich auch das Grab des Kokugaku-Gelehrten Kamo no Mabuchi, ebenfalls eine nationale historische Stätte.
Der Tempel liegt in der Kita-Shinagawa 3-11-9 im Bezirk Shinagawa in Tokio, fünf Gehminuten vom Bahnhof Shimbamba an der Keikyū-Hauptlinie. Das heutige Tempelgelände und der Friedhof Ōyama sind inzwischen getrennt: Der Friedhof liegt in der Kita-Shinagawa 4-11-8 auf dem früheren Tempelareal und ist zu Fuß vom Tempel aus erreichbar.
Takuan Sōhō, der Mönch, für den Tokugawa Iemitsu 1639 den Tōkai-ji errichten ließ, gilt auch als Erfinder des Takuanzuke, des nach ihm benannten gelben eingelegten Daikon. Vor seinem Tod 1645 schrieb er das Zeichen 夢 („Traum“) und verfügte testamentarisch, dass kein Grabstein errichtet und er ohne Zeremonie bestattet werden solle; seine Schüler stellten dennoch Grabsteine am Tōkai-ji und am Sōkyō-ji in Izushi auf, und sein Grab am Tōkai-ji wurde 1926 zur Nationalen Historischen Stätte erklärt.
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