Yokohama Christ Church, Anglikanische Kirche in Yamatecho, Japan.
Die Yokohama Christ Church ist ein Steinbau im Stadtteil Yamatechō, Yokohama, der normannische und gotische Bauelemente mit einem stahlbewehrten Betonskelett verbindet. Die Außenfassade besteht aus Ōya-Stein, einem vulkanischen Tuffstein aus der Präfektur Tochigi, der dem Gebäude seine charakteristische Farbe verleiht.
Die Gemeinde wurde 1863 gegründet, kurz nachdem Yokohama als Hafen für den Außenhandel geöffnet worden war, und ist damit eine der ältesten protestantischen Gemeinden Japans. Frühere Kirchengebäude wurden durch Katastrophen zerstört, und das heutige Gebäude wurde 1931 nach Plänen des Architekten Jay Hill Morgan fertiggestellt.
Die Kirche liegt im Stadtteil Yamate, einem Viertel, das seit dem 19. Jahrhundert eng mit der ausländischen Gemeinschaft von Yokohama verbunden ist. Gottesdienste werden auf Englisch gehalten, was das tägliche Leben und den Charakter dieses Viertels bis heute prägt.
Der Gottesdienst am Sonntag ist für alle offen, und Besucher können die Kirche zu diesen Gelegenheiten betreten. Das Gebäude befindet sich in Yamate, einem Viertel, das man gut zu Fuß erkunden kann und das auch mehrere andere historische Bauten aus derselben Epoche beherbergt.
Ōya-Stein ist ein Material, das in Japan weit verbreitet ist, in westlicher Kirchenarchitektur außerhalb des Landes jedoch so gut wie nie vorkommt. Der Stein ist leicht genug, um mit dem bloßen Auge eingehauene Bearbeitungsspuren zu erkennen, was ihm eine Textur verleiht, die sich von europäischem Kirchengestein deutlich unterscheidet.
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