Mizuki, Erdwall-Festungsruine in Dazaifu, Präfektur Fukuoka, Japan
Mizuki ist eine alte Festungsanlage in der Präfektur Fukuoka, Japan. Die Erdwallstruktur verläuft über eine Länge von etwa 1,2 Kilometern und erreicht an einigen Stellen eine Höhe von ungefähr neun Metern.
Mizuki entstand 664, ein Jahr nach der Niederlage Yamatos in der Schlacht von Hakusukinoe (663), als die Furcht vor einer Tang-Silla-Invasion zum Bau von Verteidigungsanlagen in Nord-Kyushu führte. Das Nihon Shoki nennt es einen großen Damm in der Provinz Tsukushi, der Wasser stauen sollte. Es schloss die engste Stelle zwischen dem Plateau von Burg Ōno und dem Ushikubi-Plateau; durch Ost- und Westtor führten die Straßen von Hakata nach Dazaifu.
Der Name Mizuki stammt aus dem Nihon Shoki, der berichtet, dass in der Provinz Tsukushi ein großer Damm zur Wasserspeicherung errichtet und Mizuki genannt wurde. Der Wall hatte ein Osttor für hohe Beamte des Kaiserhofs und ein Westtor für fremde Gesandte und Händler. Der Weg durch die Anlage verband das Verwaltungszentrum Dazaifu bis zum späten 8. Jahrhundert mit dem Hafen von Hakata.
Die Anlage liegt etwa 25 Gehminuten vom Bahnhof Tofurōmae an der Nishitetsu Tenjin Ōmuta-Linie entfernt. Heute durchquert eine Autobahn die Erdwälle, und vom regionalen Hauptquartier Daifaru ist nur ein leeres Feld geblieben. Vor Ort gibt es ein kleines Museum mit Informationen auf Englisch und Japanisch; das nahe Kyushu-Nationalmuseum besitzt ein Modell der Befestigung.
Archäologische Grabungen brachten Keramikfragmente aus dem 8. Jahrhundert zum Vorschein, die den Namen der Anlage in altjapanischer Schrift trugen. Diese Funde lieferten den Beweis für die historische Identität des Ortes und halfen, jahrhundertelange Unklarheiten zu beseitigen.
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