Chikuzen Kokubun-ji, Provinztempel in Dazaifu, Japan
Chikuzen Kokubun-ji ist ein historischer Provinztempel in Dazaifu, Japan, der heute als archäologisches Freigelände zugänglich ist. Erhalten sind vor allem die Grundsteinfundamente der einstigen Gebäude sowie Reste der Anlage, die ursprünglich eine Pagode und mehrere zeremonielle Hallen umfasste.
Kaiser Shomu ordnete 741 den Bau von Provinztempeln im ganzen Land an, nachdem eine schwere Pockenepidemie Japan erschüttert hatte. Chikuzen Kokubun-ji entstand im Rahmen dieser Kampagne als religiöses und administratives Zentrum der Provinz Chikuzen.
Der Name "Kokubun-ji" bedeutet wörtlich "Provinztempel" und verweist auf die staatliche Funktion dieser Anlage. Heute können Besucher die Grundsteinreihen und Ausgrabungsfelder besichtigen, die den ursprünglichen Grundriss des Komplexes sichtbar machen.
Das Gelände liegt im Freien und ist jederzeit zugänglich, ohne dass ein Eintritt erforderlich ist. Von der Nishitetsu Dazaifu Station aus sind mehrere historische Stätten der Stadt zu Fuß oder mit dem Bus erreichbar, sodass sich ein Besuch gut mit anderen Sehenswürdigkeiten verbinden lässt.
Bei Ausgrabungen zwischen 1955 und 1959 kamen hölzerne Schreibtafeln zum Vorschein, auf denen Verwaltungsaufzeichnungen und Volkszählungsdaten aus dem 8. Jahrhundert eingeritzt waren. Diese Funde gehören zu den seltenen schriftlichen Zeugnissen, die zeigen, wie die frühe japanische Bürokratie funktionierte.
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