Dazaifu, Historisches Verwaltungszentrum in der Präfektur Fukuoka, Japan
Dazaifu ist eine Stadt in der Präfektur Fukuoka, eingebettet zwischen bewaldeten Bergen und durchzogen von einem kleinen Fluss, der sich durch Wohnviertel und Tempelgelände schlängelt. Die Straßen führen von der Bahnstation zum Schrein und verwandeln sich dabei in einen belebten Weg mit Läden, Teehäusern und traditionellen Süßwarenständen.
Die Siedlung entstand im 7. Jahrhundert als befestigter Verwaltungssitz für die gesamte südliche Inselgruppe und verwaltete Kontakte mit dem Festland. Über Jahrhunderte hinweg war dieser Ort das Tor zwischen Japan und seinen kontinentalen Nachbarn, bis die Hauptstadtfunktionen später an andere Städte übergingen.
Die Stadt trägt ihren Namen nach dem früheren Regierungsbüro, das hier Hunderte von Jahren lang bestand und das die Verwaltung über die südliche Hauptinsel leitete. Noch heute kommen Besucher zum Schrein, um dort Holztäfelchen mit Wünschen für Prüfungen und Studium aufzuhängen, eine Tradition, die sich über Generationen fortsetzt.
Reisende erreichen die Stadt in etwa einer halben Stunde von der Innenstadt der Präfekturhauptstadt aus mit der privaten Eisenbahnlinie und einem Umstieg am Zwischenbahnhof. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen fußläufig vom Endbahnhof entfernt, sodass man den Kern des Ortes bequem zu Fuß erkunden kann.
Im Frühjahr blühen rund 6000 Pflaumenbäume auf dem Schreingelände und verwandeln die Anlage in ein weißes und rosa Blütenmeer, das schon seit Jahrhunderten Dichter und Künstler anzieht. Das nahe gelegene nationale Museum zeigt Ausstellungen, die die jahrhundertealten Verbindungen zwischen der Region und den asiatischen Festlandkulturen dokumentieren.
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