Tōrin-ji, Buddhistischer Tempel in Ishigaki, Japan
Tōrin-ji ist ein buddhistischer Tempel in Ishigaki, im südlichen Japan, dessen Hauptgebäude mit traditionellen roten Ziegeldächern gedeckt sind und der von einem markanten Eingangstor abgeschlossen wird. Auf dem Gelände wachsen große Tropenbäume wie Banyans und Fukugi-Bäume, die den Platz zwischen den Gebäuden beschatten.
Der Tempel wurde 1614 von König Shō Nei während der Ryukyu-Königreichszeit gegründet und ist damit der älteste Tempel der Yaeyama-Region. Er wurde durch den Meiwa-Tsunami von 1771 vollständig zerstört, jedoch innerhalb eines Jahres wieder aufgebaut.
Die Wächterfiguren am Eingang unterscheiden sich deutlich von denen auf dem japanischen Festland und zeigen, wie der Buddhismus auf den Ryukyu-Inseln eine eigene Form angenommen hat. Wer genau hinschaut, entdeckt in den Details der Figuren einen regionalen Stil, der sich von anderen buddhistischen Tempeln des Landes abhebt.
Der Tempel ist tagsüber zugänglich, und ein Rundgang über das Gelände dauert in der Regel nicht mehr als eine halbe Stunde. Der frühe Morgen ist die ruhigste Zeit, da dann nur wenige Besucher anwesend sind.
Die Meiwa-Tsunami von 1771 verwüstete weite Teile der Yaeyama-Inseln, und Tōrin-ji war nicht der einzige zerstörte Tempel, doch er wurde als erstes wieder aufgebaut. Dies zeigt, welche Stellung er im Gemeinschaftsleben der Inselbewohner einnahm.
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