Nagi Shrine, Shinto-Schrein in Japan
Das Nagi-jinja ist ein kleines Shinto-Heiligtum im Stadtteil Mibu, in Nakagyō, das in der Nagare-zukuri-Architektur erbaut ist, bei der sich das Dach charakteristisch über der Vorderseite ausbreitet. Das Gebäude hat einfache Holzpfeiler und ein geschwungenes Dach mit dekorativen Brettern, wodurch eine ausgeglichene und ruhige Erscheinung entsteht.
Der Überlieferung des Schreins zufolge wurde 869 nach einem Seuchenausbruch in Kyoto ein Ritus dagegen abgehalten: Das Mikoshi mit einem Teil des Geistes von Gozu Tennō (Susanoo) aus Hiromine in der Provinz Harima wurde in einem Hain von Nagi-Bäumen niedergesetzt und dort verehrt. Bei der Gründung des Gion-Schreins in Yasaka geleiteten die Bewohner von Nagi das Mikoshi mit blumengeschmückten Schirmen und Hellebarden, dem Ursprung der Schirm-Hellebarden des Gion-Festes. Bis zur Meiji-Zeit war es ein kleiner Schrein, wiederaufgebaut 1874 und 1929.
Das Heiligtum ist eng mit dem Gion-Fest verknüpft, einem der berühmtesten jährlichen Feste Kyotos. Nach einer Legende soll die Verehrung hier zum Ursprung dieses Festes geführt haben, weshalb es manchmal als Moto Gion-sha, das ursprüngliche Gion-Heiligtum, bezeichnet wird.
Der Schrein liegt in 18-2 Mibu Naginomiya-cho, Stadtbezirk Nakagyo, vier Gehminuten westlich der Bahnhöfe Omiya (Hankyu-Kyoto-Linie) und Shijo-Omiya (Keifuku-Arashiyama-Linie). Stadtbusse halten an der Haltestelle Mibu-ji-michi. Das Gelände liegt direkt vor einem hohen weißen Gebäude, und der Opferstein an der Nordseite ist der Platz, an dem beim Umzug des Gion-Festes die Opfergaben niedergelegt werden.
Hayabusa-jinja, heute auf diesem Gelände, stand im Bezirk der Villa Shikaken-in an der Shijō, bevor es nach Shijō-Ōmiya wechselte; 1918 wurde es hierher verlegt, ein Steinmal markiert den alten Standort. In der Edo-Zeit las man den Namen „Hayakusa“, weshalb man dort um Heilung von Hautkrankheiten betete.
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