Ukijima no Mori, Pflanzengemeinschaft auf schwimmender Torfinsel in Shingū, Wakayama, Japan
Ukijima no Mori ist eine Pflanzengemeinschaft auf einer Torfinsel in einem Sumpf in Shingū, Präfektur Wakayama. Die Insel misst 85 m in Ost-West-Richtung und 60 m in Nord-Süd-Richtung, etwa 5.000 m², und ihre Torfschicht ist 30–60 cm dick, darunter liegt eine 5–30 cm dicke Wasserschicht. Das Foto zeigt dichte grüne Bäume hinter einem Streifen hoher Schilfgräser am Ufer, eine olivbraune Wasserfläche und ein dunkles Metallgeländer im Vordergrund.
Der Sumpf entstand nach dem Rückzug des Meeres in der Jomon-Zeit; die obere Torfschicht über einer Wasserschicht wurde per Radiokarbondatierung auf etwa 1710, in die Hōei-Ära, datiert. Das zwischen 1806 und 1839 zusammengestellte Kiishokufudoki beschreibt bereits die bewaldete Insel, die sich beim kräftigen Auftreten bewegte. Am 8. April 1927 wurde sie zum nationalen Naturdenkmal erklärt.
Der Wald ist der Schauplatz der Oino-Legende: Ein Mädchen, das einen Akamegashiwa-Zweig für Essstäbchen holen wollte, wurde von einer Schlange in einen bodenlosen Brunnen gezogen. Ein Weiher auf der Insel, Ja no Ana (Schlangenloch) genannt, gilt als dieser Brunnen. Ueda Akinari nahm den Stoff für seine Erzählung „Jasei no In“ in den Ugetsu Monogatari auf, die Tanizaki Junichiro später für das Theater bearbeitete.
Der Wald liegt 6 Gehminuten vom Bahnhof Shingū an der Kisei-Hauptlinie entfernt. Die Insel befindet sich in einem Sumpf, der über Pfade erreichbar ist; die Torfoberfläche ist weich und uneben, und die Westseite hebt und senkt sich leicht mit dem Wasserstand. Das Gebiet ist klein, etwa 85 m von Ost nach West und 60 m von Nord nach Süd.
Eine Erhebung von 1999 bis 2000 ergab auf der Insel 64 Familien und 125 Pflanzenarten, nicht 130. Dazu zählen das Hochmoor-Torfmoos und der kälteliebende Königsfarn neben dem wärmeliebenden Farn Tetsuhoshida; dominierende Baumart ist die natürliche Sicheltanne (Sugi).
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 94.023 Mitwirkenden weltweit.