Ukijima no Mori, Naturdenkmal schwimmender Wald in Shingū, Japan
Ukijima no Mori ist ein auf einem Torfmoor wachsender Wald in der Stadt Shingū, der auf einer schwimmenden Insel der Größe eines großen Parks sitzt. Das Waldgebiet zeigt eine sichtbare Schichtung mit verschiedenen Vegetationstypen, die sich über die Fläche des Sumpfes erstrecken.
Dieser schwimmende Wald entstand in der Jomon-Zeit, als das Gebiet von Shingū eine Bucht mit ausgedehnten Feuchtgebieten war. Im Laufe der Jahrtausende verfestigte sich die Sumpfvegetation zu einem stabilen, aber beweglichen Wald auf organischem Untergrund.
Der Ort ist mit der Legende von Oino verbunden, einer Volksgeschichte über ein Mädchen, das von einer großen Schlange verschlungen wurde, die im bodenlosen Sumpf lebte. Diese Geschichte ist tief in der lokalen Identität verwurzelt und wird heute noch von Besuchern und Anwohnern erzählt.
Der Wald liegt etwa zehn Minuten Fußweg vom Bahnhof Shingū entfernt und ist täglich geöffnet, mit kürzeren Öffnungszeiten in den Wintermonaten. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da die Wege auf dem Torfgebiet rutschig und uneben sind.
Der Wald beherbergt über 130 Pflanzenarten, darunter Arten aus kälteren Klimazonen wie Zimtfarn nebeneinander mit südlichen Pflanzen. Diese ungewöhnliche Vielfalt entsteht durch die speziellen Bedingungen der schwimmenden Torfbasis und ist ein seltenes botanisches Phänomen in Japan.
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