Seiken-ji Temple, Buddhistischer Tempel in Shimizu-ku, Japan
Der Seiken-ji ist ein Rinzai-Zen-Tempel auf einer Anhöhe über der Suruga-Bucht in Okitsu (Shimizu-ku, Shizuoka). Sein hölzernes Sanmon-Tor von 1651 steht oben an einer Steintreppe; die Tafel trägt die Aufschrift 東海名區. Dahinter erheben sich ein zweigeschossiger Bau mit gestuftem Ziegeldach und ein langgestrecktes Gebäude mit einer Fensterreihe im Obergeschoss, beide auf einer Steinmauer über einem Parkplatz.
Gegründet in der Hakuchi-Ära (650–654) als Tendai-Tempel zur Bewachung des Kontrollpostens Kiyomi-seki am Tōkaidō, wurde Seiken-ji 1262 vom Mönch Enni als Rinzai-Zen-Tempel wiederbelebt. 1343 zum Jissetsu-Tempel ernannt, blühte er später unter der Schirmherrschaft von Imagawa Yoshimoto und Tokugawa Ieyasu, der als junger Geisel hier vom Abt Sessai Chōrō unterrichtet wurde.
Seiken-ji beherbergte die Joseon-Gesandtschaften nach Japan und Delegationen des Königreichs Ryukyu auf dem Tōkaidō; ein koreanischer Gesandter kehrte 1607 ein, ein weiterer 1655. 1610 starb der Ryukyu-Prinz Gushichan Chōsei auf dem Weg nach Edo in Sunpu und wurde hier bestattet. Die Stätten der Joseon-Missionen sind Nationale Historische Stätte, der Garten Nationale Landschaftsstätte.
Der Tempel liegt auf einer Anhöhe über Okitsu, etwa 15 Gehminuten vom JR-Bahnhof Okitsu an der Tōkaidō-Hauptstrecke oder eine Minute von der Bushaltestelle Kiyomidera entfernt. Die Gleise der Tōkaidō-Hauptstrecke durchqueren das Tempelgelände, der Zugang führt daher an ihnen entlang oder unter ihnen hindurch. Eine Steintreppe mit Metallhandläufen führt hinauf zum Tor.
Der Garyū-bai-Pflaumenbaum im Tempelbezirk soll von Matsudaira Takechiyo, dem späteren Tokugawa Ieyasu, eigenhändig gepflanzt worden sein, als er um 1549 beim Abt Sessai Chōrō im Tempel unterrichtet wurde. Sein Name, „liegender Drachen-Pflaumenbaum“, bezieht sich auf die niedrige, ausladende Form von Stamm und Ästen.
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