Higashi-Shimizu Frequency Converter, Stromumrichterstation in Shimizu-ku, Japan
Der Higashi-Shimizu Frequency Converter ist ein Stromumrichter im Stadtteil Shimizu-ku in Japan, der zwei getrennte Stromnetzabschnitte miteinander verbindet. Die Anlage besteht aus zwei Umrichterblöcken und nutzt eine Gleichstromverbindung, um Strom zwischen den Netzen auszutauschen.
Japan wurde im späten 19. Jahrhundert von zwei verschiedenen Lieferanten elektrifiziert, wobei der Osten des Landes 50-Hertz-Technik und der Westen 60-Hertz-Technik übernahm. Diese Anlage in Shimizu-ku war 2006 die dritte Verbindungsstation, die gebaut wurde, um diese beiden Netze miteinander zu verbinden.
Japan ist das einzige große Industrieland, das zwei verschiedene Netzfrequenzen gleichzeitig betreibt, ein Erbe der frühen Elektrifizierung durch unterschiedliche ausländische Lieferanten. Diese Anlage steht an der unsichtbaren Grenze zwischen diesen beiden Netzzonen und macht sie zu einem konkreten Ort, an dem diese historische Teilung noch heute sichtbar ist.
Die Anlage ist ein aktives Industrieobjekt der kritischen Infrastruktur und für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich. Wer sie besichtigen möchte, muss vorab eine Genehmigung des Betreibers einholen und die geltenden Sicherheitsvorschriften beachten.
Im Gegensatz zu älteren Konverterstationen in Japan nutzt diese Anlage eine spannungsgespeiste Umrichtertechnologie, die eine feinere Steuerung des Energieflusses in beide Richtungen ermöglicht. Diese Eigenschaft macht sie in Notfallsituationen besonders flexibel, da der Energiefluss sehr schnell umgekehrt werden kann.
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