Seikan-ji Temple, Buddhistischer Tempel in Higashiyama-ku, Japan
Seikan-ji ist ein einstöckiger Holztempel in einem Tal am Berg Kiyomizu in Higashiyama-ku. Das dunkelgraue Ziegeldach schwingt an den Traufen nach oben; die Fassade hat eine breite Gittertafel und ein vergittertes Fenster, dazu eine erhöhte Veranda und eine große Holzg locke, die an Seilen in der linken Achse hängt. Zwei Holztafeln stehen davor.
Der Tempel wurde 802 vom Mönch Shōkei vom Berg Hiei gegründet und im 10. Jahrhundert von Saeki no Kin'yuki als Shingon-Kapelle wiederbelebt. 1176 wurde Kaiser Rokujō hier bestattet, 1181 Kaiser Takakura, dessen Grab sich auf dem Gelände befindet. Im Ōnin-Krieg 1468 zerstört, wurde er in der Keichō-Ära (1596–1615) wieder aufgebaut.
Der Tempel ist der Verehrung der elfgesichtigen tausendbewehrten Avalokiteshvara geweiht, einer zentralen Bodhisattva-Figur in der Shingon-Tradition. Die enge Verbindung zu dieser Darstellung prägt bis heute das spirituelle Leben am Ort.
Der Tempel liegt etwa zehn Gehminuten von der Bushaltestelle Keihan Bus Seikanji Yananouti-cho entfernt. Die beste Zeit zum Besuchen ist in den frühen Morgenstunden, wenn der Ort weniger überlaufen ist und die Beleuchtung besser ist.
Der Kanameishi ist ein teilweise freiliegender Felsblock im Vorhof des Tempels. Seinen Namen trägt er, weil er an der Stelle des Nietpunkts eines Fächers liegt: Von hier breitet sich die Stadt Kyoto unterhalb wie die geöffneten Stäbe eines Faltfächers aus. Heute umgibt ihn ein niedriger Zaun (Tamagaki) mit Papierstreifen an den vier Ecken; Gläubige legen dort Gelübde ab, die angeblich erfüllt werden.
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