Hōdōji, Buddhistischer Tempel in Sakai, Japan.
Das Hōdōji ist ein Shingon-Tempel der Kōyasan-Schule im Stadtbezirk Minami von Sakai am Hang des Berges Hachigamine. Sein 1368 errichteter Tahōtō mit einer seltenen Anordnung von Streben über einem geschwungenen Sockel und sein Refektorium (jikidō) aus der späten Kamakura-Zeit sind beide Wichtige Kulturgüter. Das Refektorium ist eines von nur zwei erhaltenen in der Präfektur Osaka.
Der Tempeltradition zufolge gründete der Mönch Hōdō (Kūhatsu) den Tempel im Jahr 670 in der Hakuhō-Zeit; der Bergname Hatchimine geht auf die Schale (hatsu) zurück, die er an diesem Ort niederlegte. Ursprünglich Chōfukuji genannt, wurde er in der Edo-Zeit in Hōdōji umbenannt, um die Schriftzeichen von Chōfukumaru zu meiden, dem Kindheitsnamen von Tokugawa Ieshige, Sohn des Shogun Yoshimune. In der frühen Heian-Zeit sollen Kūkai, Saichō und Ennin hier praktiziert haben.
Der Tempel wird auch Hachigamine-ji genannt, und sein Bergname Hatchō-zan geht auf die Legende zurück, dass der Gründer Hōdō seine Schale (hatsu) an diesem Ort niederlegte. Der Tempel ist Station 29 der Pilgerroute zu den 88 heiligen Stätten von Izumi und Station 23 der Kasen-24-Jizō-Pilgerroute. Zwei hölzerne Kongō-Rikishi-Statuen von 1283 sind Kulturgüter der Stadt Sakai; eine Papierrolle des Zōagon-gyō-Sutras wird im Stadtmuseum Sakai aufbewahrt.
Hōdōji liegt in 401 Hachigamine-ji, Minami-ku, Sakai (Osaka). Man erreicht den Tempel mit dem Nankai-Bus vom Bahnhof Izumigaoka an der Semboku Rapid Railway und steigt an der Haltestelle Hachigamine aus. Zum Gelände gehören Kondō, Tahōtō, Jikidō, Daishidō, ein Südtor, ein Rōmon und die Kuri.
Der Tempel heißt auch Hachigamine-ji, ein Name, der mit dem Bergtitel Hachigamine-san und der Überlieferung verbunden ist, sein Gründer Hōdō habe hier seine Bettelschale niedergelegt. Auf dem Gelände steht ein chinesischer Wacholder, der von der Stadt Sakai als schützenswerter Baum eingestuft ist.
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