Shirotori-kofun, Alter Grabhügel im Stadtteil Atsuta, Nagoya, Japan.
Shirotori-kofun ist ein schlüssellochförmiger Grabhügel im Stadtbezirk Atsuta in Nagoya, mit einem rechteckigen Vorderteil und einem runden hinteren Abschnitt. Der Hügel liegt mitten im städtischen Gebiet und ist heute von Wohnhäusern und Straßen umgeben.
Der Hügel wurde im frühen 6. Jahrhundert als Grabstätte für Anführer des Owari-Clans errichtet, einer Gruppe, die damals in der Region großen Einfluss hatte. Die Form und Größe des Bauwerks spiegeln den damaligen Rang und die Macht dieser Personen wider.
Die Haniwa, also Tonfiguren, die rund um den Hügel aufgestellt waren, zeigen typische Motive jener Zeit: Krieger, Tiere und Hausformen. Solche Figuren findet man heute in Museen der Region, doch ihre ursprüngliche Aufstellung um den Hügel herum lässt sich vor Ort noch nachvollziehen.
Der Hügel liegt nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Jingu Nishi entfernt und ist einfach zu Fuß erreichbar. Da es sich um eine offene archäologische Stätte handelt, empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Der östliche Teil des Hügels wurde durch den Stadtausbau zerstört und ist heute nicht mehr sichtbar. Archäologische Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass die ursprüngliche Form des Hügels deutlich größer war, als es der heutige Überrest vermuten lässt.
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