Sanada Maru, Befestigungsanlage der Burg Osaka, Japan
Sanada Maru war eine kleine Erdschüttung mit Holzwällen, die an der südöstlichen Seite von Osaka Castle befestigt war und mit Kanonen und Musketenschießständen ausgestattet war. Die Struktur hatte Tore, Gräben und Holzbarrikaden, die einen kompakten Defensionsraum gegen die anfälligste Anfahrtsroute zur Hauptburg bildeten.
Sanada Nobushige baute die Festung im Winter 1614, um die schwächere südliche Seite von Osaka Castle gegen die vorrückende Tokugawa-Armee zu verteidigen. Nach wochenlangen intensiven Kämpfen wurde die Struktur als Teil der Friedensvereinbarung nach der Belagerung abgerissen.
Die Befestigung zeigt die militärische Bauweise Japans des frühen 17. Jahrhunderts mit strategisch positionierten Wällen und Beobachtungspunkten für Verteidiger. Besucher können heute noch die Grundrisse an der leicht erhöhten Geländeform erkennen, die die defensive Ausrichtung der Anlage widerspiegelt.
Der Ort liegt leicht erhöht in der Nähe der Myojo Gakuen-Schule und bot einst einen klaren Blick auf die umliegenden Gebiete. Markierungen und Modelle vor Ort erklären das ursprüngliche Layout und die damals verwendete Verteidigungsstrategie.
Legenden berichten von geheimen Tunneln, die die Festung mit dem Hauptschloss verbunden haben sollen, doch Historiker bezweifeln ihre Existenz. Stattdessen gruben Verteidiger Minen unter die Erdwälle, um feindliche Angriffe mit unterirdischen Explosionen abzuwehren.
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