Genbudō, Basalthöhlen in Toyooka, Japan
Genbudō ist ein System von fünf Höhlen aus Basalt in Toyooka, das durch vulkanische Aktivität vor etwa 1,6 Millionen Jahren entstanden ist. Die Höhlen zeigen charakteristische sechseckige Basaltsäulen, die sich während der Abkühlung der Lava bildeten und heute das Gelände prägen.
Ein konfuzianischer Gelehrter namens Kuriyama Shiba benannte die Stätte 1807 nach den mythologischen Schutzgottheiten. Diese Benennung führte später zur Entwicklung des japanischen Begriffs 'genbugan' für die basaltische Gesteinsklassifizierung.
Die Höhlen tragen Namen nach chinesischen Schutzgottheiten der Himmelsrichtungen: Genbu, Seiryu, Byakko und zwei Suzaku-Formationen, die in der japanischen Mythologie verwurzelt sind. Diese Benennungen zeigen, wie alte östliche Überzeugungen die Wahrnehmung und Bezeichnung natürlicher Orte in Japan geprägt haben.
Das Gelände mit dem zugehörigen Museum ist tagsüber zugänglich und bietet Parkplätze für Autos sowie Busstellplätze in der Nähe des Eingangs. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Boden uneben sein kann und die Wege durch die Höhlenumgebung nicht immer leicht zu begehen sind.
Wissenschaftler entdeckten in den Basaltformationen Muster der Magnetfeldumkehrung, die für die geologische Forschung von großer Bedeutung wurden. Diese Erkenntnisse halfen Forschern, die Geschichte der Erdmagnetik besser zu verstehen.
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