Bandai-ji, Buddhistischer Tempel auf Klippe in Fukuyama, Japan.
Das Bandai-ji ist ein buddhistischer Tempel in Fukuyama, Japan, der auf einem Kliff über dem Seto-Binnenmeer errichtet wurde. Der Kannon-Saal am oberen Ende des Geländes ist das Hauptheiligtum des Tempels, umgeben von Felsen und mit Blick auf die nahe gelegenen Inseln.
Der Tempel wurde im Jahr 992 von Kaiser Kazan gegründet und entwickelte sich zu einem wichtigen Wallfahrtsort in dieser Meeresregion. Ein Feudalherr ließ später umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchführen, die dem Gebäude seine heutige Form gegeben haben.
Das Bandai-ji ist eine Station auf der Setouchi-33-Kannon-Pilgerroute, einer Reihe von Heiligtümern rund um das Seto-Binnenmeer, wo Gläubige für sichere Seereisen und die Gesundheit ihrer Kinder beten. Die Votivtafeln und Gebetsgaben, die im Kannon-Saal zurückgelassen werden, zeigen, wie lebendig diese Tradition bis heute ist.
Von der Fukuyama Station aus ist der Tempel nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln und einem anschließenden Aufstieg zu Fuß erreichbar. Der Weg zum Kannon-Saal ist steil, daher empfehlen sich festes Schuhwerk und etwas mehr Zeit für den Aufstieg.
Kaiser Kazan, der Gründer des Tempels, ist eine seltene historische Figur: Er ist der einzige japanische Kaiser, der nach seiner Abdankung als Pilger durch das Land reiste. Seine Pilgerroute wird bis heute von Gläubigen nachgezogen, die denselben Küstenweg abgehen, den er einst zurücklegte.
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