Inari-kiō Shrine, Shinto-Schrein in Kabukichō, Shinjuku, Tokio, Japan
Inari-kiō-jinja ist ein Shinto-Schrein im Viertel Kabukichō in Tokio, Japan. Das kleine Heiligtum hat die typischen Merkmale japanischer Schreine mit traditionellen Strukturen und einem ruhigen Raum inmitten des geschäftigen Viertels.
Der Schrein geht auf das Jahr 1653 zurück, als der Fussa Inari des Suwa-Schreins als Schutzgottheit ins Dorf Ōkubo übertragen wurde. 1752 lud Tanaka Seiemon, von einer Krankheit geheilt, den Kiō Gongen aus Kumano in Kishū ein. 1831 wurden beide Gottheiten unter dem Namen Inari-kiō-jinja vereint; da der Kumano-Kiō-Gongen nicht mehr existiert, ist er Japans einziger Schrein mit dem Namen „Kiō“.
Der Schrein ist für sein „Nade-mamori“-Amulett bekannt, das bei Hautkrankheiten und anderen Leiden vergeben wird: Nach einer Tofu-Spende und dem Verzicht auf Tofu bis zur Genesung, „Tofu-dachi“ genannt, reibt der Gläubige die erkrankte Stelle damit. Zu Setsubun ruft man hier „Fuku wa uchi, oni wa uchi“ – Glück hinein, Dämonen hinein –, da der Oni als Frühlingsgottheit verehrt wird. Beim Ebisu-Fest des Mishima-Schreins am 19. und 20. Oktober werden Bettara-zuke-Gurken verkauft, denen finanzielle Gunst nachgesagt wird.
Der Schrein liegt rund 400 Meter südöstlich des JR-Bahnhofs Shin-Ōkubo im Viertel Kabukichō 2-chome. Der Fujizuka-Hügel auf dem Gelände wurde beim Neubau der Haupthalle 1968 zweigeteilt; auf seiner Kuppe steht der Asama-Schrein aus Steinen, die aus ganz Japan zusammengetragen wurden. Gläubige reiben mit dem nade-mamori-Amulett die Körperstelle, die geheilt werden soll.
Der Schrein ist der einzige in Japan mit dem Namen „Kiō“ (Dämonenkönig), da das verehrte Kumano Kiō Gongen anderswo nicht mehr existiert. Sein Fest-Mikoshi ist mit Dämonengesichtern geschnitzt, und an Setsubun rufen Gläubige „Glück herein, Dämonen herein“ und betrachten den Dämon als Frühlingsgottheit.
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