Shibayama Kofun Cluster, Alte Grabhügel in Yokoshibahikari, Japan
Der Shibayama Kofun Cluster ist eine Gruppe von Grabhügeln am östlichen Ufer des Flusses Kido in der Stadt Yokoshibahikari, in der Präfektur Chiba. Er besteht aus zwei schlüssellochförmigen Grabhügeln und 13 runden Kuppelhügeln, bei deren Ausgrabung Ringe, Schwerter und Pferdegeschirr zutage kamen.
Diese Grabhügel wurden im 6. Jahrhundert angelegt und gehören damit zu den späten Bauten der Kofun-Periode, einer Zeit, in der aufwändige Bestattungsanlagen in Japan weit verbreitet waren. Im Jahr 1958 wurden sie als nationales Kulturdenkmal Japans anerkannt.
Die Haniwa-Tonfiguren, die bei den Ausgrabungen gefunden wurden, zeigen Menschen, Pferde und Hunde in Szenen, die mit Bestattungsritualen in Verbindung stehen. Diese Figuren geben einen direkten Einblick in die Alltagswelt und die Vorstellungen der Menschen, die hier vor über 1.400 Jahren begraben wurden.
Die Anlage liegt in der Nähe der Bushaltestelle Yokoshiba Nakadai und ist von dort zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar. Es empfiehlt sich, bequeme Schuhe zu tragen, da sich die Hügel im Freien befinden und das Gelände uneben sein kann.
Die Grabkammer des Tonozuka-Hügels hat rot bemalte Innenwände, was bei ausgegrabenen Grabkammern dieser Zeit nur selten vorkommt. Die rote Farbe wurde aus Eisenoxid gewonnen und galt in der damaligen Zeit als Schutz gegen böse Geister.
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