Wakasa Kokubun-ji, Buddhistischer Tempel in Obama, Japan
Wakasa Kokubun-ji ist ein Sōtō-Zen-Tempel in der Ebene des Kitagawa, 4,5 km östlich des Zentrums von Obama. Die Haupthalle, der Shako-dō, ist ein fünf mal fünf Joche großer Bau mit Irimoya-Dach, der auf dem Steinsockel des alten Kondō steht; westlich liegt der Yakushi-dō. Das Tempelgelände überlagert die Anlage des Provinztempels aus der Nara-Zeit, ein Geviert von etwa 218 Metern Seitenlänge, und umfasst einen runden Kofun von 50 Metern Durchmesser.
Der Erlass Kaiser Shōmus von 741 ordnete nach einer Pockenepidemie ein Kloster und ein Nonnenkloster in jeder Provinz an. Der Tempel von Wakasa wurde zunächst vom lokalen Klan-Tempel Taikō-ji versehen, und der heutige Standort entstand in der frühen Heian-Zeit; eine Aufzeichnung von 1603 datiert ihn auf 807. Das Nonnenkloster verschwindet nach 1265 aus den Quellen, und der Tempel verfiel in der Muromachi-Zeit.
Die Haupthalle, der Shaka-dō, ist nach ihrem Honzon benannt, einem sitzenden Shaka Nyōrai von etwa 318 cm, der größten Figur dieser Art in der Präfektur Fukui; der Körper wird in die Kamakura-Zeit, der Kopf in die Edo-Zeit datiert. Westlich davon birgt der Yakushi-dō einen sitzenden Yakushi Nyōrai aus der Kamakura-Zeit, 79,7 cm hoch, ein Wichtiges Kulturgut aus dem verschwundenen Provinz-Nonnenkloster, flankiert von sitzenden Shaka- und Amida-Figuren.
Der Tempel liegt etwa 4,5 km östlich des Stadtzentrums von Obama am linken Ufer des Kitagawa. Zu Fuß erreicht man ihn in rund zwanzig Minuten vom Bahnhof Higashi-Obama (JR-West-Linie Obama) oder mit dem Bus der Wakasa-Linie bis zur Haltestelle „Wakasa Kokubun“.
Auf dem Tempelgelände liegt das Kokubun-ji-Kofun, ein runder Grabhügel von etwa 50 Metern Durchmesser, einer der größten der Region Wakasa, aus dem 6. Jahrhundert. Auf seiner Kuppe steht heute der Wakasa-hime-Schrein.
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