Renge-ji Temple, Buddhistischer Tempel in Bamba, Maibara, Japan
Renge-ji ist ein Jodo-shu-Tempel in Maibara, Präfektur Shiga, der 615 von Prinz Shotoku gegründet und 1284 vom lokalen Lehnsherrn Dohi Motoyori wiederaufgebaut wurde. Die Haupthalle ist ein breiter eingeschossiger Holzbau mit grauem Walmdach und einer blauen Tafel mit goldener Schrift über den mittleren Türen. Ein Steinpfeiler am Eingang trägt die Schriftzeichen für historische Stätte und Renge-ji.
Der Überlieferung nach gründete Prinz Shotoku den Tempel 615 unter dem Namen Horyu-ji. 1276 brannte er nach einem Blitzschlag nieder; 1284 lud der lokale Herr Dohi Motoyori den Nenbutsu-Tänzer-Mönch Ikko Shunsho ein, ihn als Hachiyozan Renge-ji wiederzuerrichten. 1333 töteten sich Hojo Nakatoki und 432 Gefolgsleute vor der Haupthalle, und der Priester Doa verzeichnete ihre postumen Namen im Rikuha Nanboku Kakocho.
Der Name des Tempels stammt von Renge-ji in Kamakura, das der Priester Ryōchū gründete; der Bergname Hachiyō-san verweist auf die achtblättrige Lotosblume. Der Trommeltanz des Gründers Ikkō Shunshō verbindet den Tempel mit der Tradition des tanzenden Nembutsu. Seit 2015 vergibt der Tempel den Yuyaku-Preis, einen offenen Tanzpreis, der das Heilige und den Tanz wieder verbinden soll. Eine Zeder, die 1287 an der Stelle der Einäscherung Ikkō Shunshōs gepflanzt wurde, steht noch.
Der Tempel liegt an der Adresse 511 Bamba, Maihara, wenige Schritte von der Bushaltestelle Bamba oder Renge-ji-shita entfernt, etwa zehn Minuten mit dem Bus vom Bahnhof Maihara. Zum Gelände gehören die Haupthalle, der Penglai-Garten, das Studierzimmer und der Glockenturm, die durch Wege verbunden sind. Der Boden ist flach und leicht zu begehen.
Der Tempel bewahrt das Rikuha Nanboku Kakochō auf, ein Sterberegister, in dem Abt Dōa für jeden der 432 Männer, die sich 1333 vor der Haupthalle das Leben nahmen, einen postumen Namen eintrug. Die fünfringigen Stein-Stupas, die heute als ihr Grab gelten, wurden erst in der Neuzeit angelegt.
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