Gyōnin zaka, Steile Gasse in Meguro, Tokio
Gyōnin zaka ist eine steile, schmale Straße im Stadtteil Shimo-Meguro, die vom Bereich des Bahnhofs Meguro hinunter in das Flussdelta führt. Die Strecke ist kurz, aber die Neigung ist deutlich spürbar, und auf beiden Seiten stehen kleine Häuser sowie vereinzelte Läden.
Die Gasse erhielt ihren Namen von buddhistischen Mönchen, den sogenannten Gyōnin, die aus der Präfektur Yamagata in dieses Viertel kamen und dort eine Andachtshalle errichteten. Auf halber Strecke der Gasse liegt der Tempel Daienji, der 1772 durch einen verheerenden Brand in Edo bekannt wurde.
Der Name der Gasse leitet sich von buddhistischen Asketen ab, die früher in der Nähe lebten und die Gegend prägten. Wer heute die Steigung hinuntergeht, begegnet noch immer kleinen Schreinen und gepflegten Haustürgärten, die zeigen, wie eng Alltag und Glaube hier verknüpft sind.
Der Zugang ist bequem vom Bahnhof Meguro aus möglich, der sich ganz in der Nähe befindet. Die Neigung ist deutlich, daher empfiehlt es sich, festes Schuhwerk zu tragen, besonders wenn die Oberfläche nach Regen feucht ist.
Utagawa Hiroshige II. hielt die Gasse in einem alten Druckbild fest, was zeigt, dass sie schon im 19. Jahrhundert als Teil der Stadtlandschaft wahrgenommen wurde. Heute ist der Tempel Daienji auf halbem Weg bekannt für über 500 kleine Arhat-Statuen, die als Gebete für die Opfer des großen Brandes von 1772 gemeißelt wurden.
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