Toyohama tunnel, Straßentunnel in Hokkaido, Japan
Toyohama ist ein Straßentunnel in Hokkaido, Japan, der sich über 2228 Meter durch die Berge zwischen Yoichi und Furubira erstreckt. Die Röhre folgt der Nationalstraße 229 entlang der Küste und durchquert massives Gestein mit Notausgängen alle paar hundert Meter.
Im Februar 1996 stürzte ein massiver Felsblock durch die Decke der alten Anlage und riss eine Öffnung von 40 Metern, wobei zwanzig Menschen starben. Dieser Vorfall führte zu strengeren Sicherheitsvorschriften für Tunnelbauten in ganz Japan und zum vollständigen Neubau mit verstärkten Wänden.
Der Name Toyohama stammt aus der lokalen Topografie und bezeichnet die Küstenregion zwischen zwei Fischerorten. Ortsbewohner nutzen die Verbindung täglich, um Weintrauben aus Yoichi zu transportieren oder frische Meeresprodukte aus Furubira ins Landesinnere zu bringen.
Autofahrer sollten die Beleuchtung einschalten und auf Geschwindigkeitsschilder achten, da sich die Sicht im Inneren schnell ändert. Die Belüftungsanlagen laufen ständig und halten die Luft sauber, während Kameras den Verkehr überwachen.
Nach dem Wiederaufbau installierten Ingenieure Sensoren tief im Fels, die Bewegungen messen und Warnsignale senden, falls sich die Felswand verschiebt. Diese Überwachungstechnik wird heute weltweit als Vorbild für Tunnelsicherheit in gefährdeten Gebieten genutzt.
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