Iida Castle, Japanische Burg in Iida, Präfektur Nagano
Die Burg Iida war eine Höhenburg auf der Spitze einer Flussterrasse zwischen Matsukawa und Nosoko, Nebenflüssen des Tenryu. Im Osten lag das Honmaru, von Erdwällen umschlossen und etwa 100 m im Geviert, mit einem Palast und sieben Gebäuden; nach Westen folgten Ninomaru, Sakuramaru und Demaru zum Steilhang hin.
Die Burg wurde im frühen 13. Jahrhundert vom Banzai-Clan erbaut und wechselte später mehrmals den Besitzer, darunter unter mächtigen Herrschern wie Takeda Shingen und Tokugawa Ieyasu. Diese Machtwechsel spiegelten die politischen Umwälzungen der Region während mehrerer Jahrhunderte wider.
Der Hauptburgbereich wurde zum Gelände des 1880 dort gegründeten Nagahime-Schreins; Steinwälle, trockene Gräben und Erdwälle sind erhalten. Im zweiten Burgbereich stand von 1921 bis 1982 die Oberschule Iida Nagahime; seit 1989 befindet sich dort das städtische Kunst- und Geschichtsmuseum Iida. Am Standort des Sakuramaru steht noch das Tor der Residenz des Fürsten neben dem Verwaltungsgebäude der Präfektur.
Die Anlage ist vom Bahnhof JR Iida aus in etwa 15 Minuten zu Fuß erreichbar oder mit dem städtischen Ringbusverkehr zur Haltestelle Präfekturbüro. Ein Besuch lässt sich leicht in einen Tagesausflug durch die Stadt integrieren.
Das Sakuramaru-Tor, 1754 fertiggestellt, ist das einzige noch an seinem ursprünglichen Platz stehende Gebäude der Burg. Sein Wachhaus mit einem seitlich vorspringenden separaten Dach ist das einzige Beispiel dieser Art in der Präfektur Nagano. Das Tor blieb 14 Jahre geschlossen, bis es im März 1999 zur Betrachtung der „Ehepaar“-Kirschbäume geöffnet wurde.
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