Ogasawara-Inseln, UNESCO-Welterbe-Archipel in den Tokioter Inseln, Japan.
Der Ogasawara-Archipel liegt etwa tausend Kilometer südlich von Tokio und besteht aus mehr als 30 Inseln, von denen nur zwei dauerhaft bewohnt sind. Die gesamte Inselgruppe erstreckt sich über den Pazifik mit dichtem Regenwald, felsigen Küsten und einer Landschaft, die von vulkanischer Aktivität geformt wurde.
Die Inseln blieben jahrhundertelang unbewohnt, bis im frühen 19. Jahrhundert amerikanische und europäische Walfänger eine Siedlung gründeten. Japan übernahm 1875 die Verwaltung und begann, eigene Bürger anzusiedeln, was die bestehende internationale Gemeinschaft veränderte.
Die Inseln beherbergen eine kleine Gemeinschaft, die bis heute eine eigene Variante des Englischen spricht, die auf die frühen Siedler zurückgeht. Im Alltag hört man auch japanische Dialekte und beobachtet, wie beide Traditionen im Dorfleben nebeneinander bestehen.
Die einzige Verbindung ist eine Fähre, die einmal pro Woche von Tokio abfährt und etwa 24 Stunden braucht, um die Hauptinsel zu erreichen. Planen Sie längere Aufenthalte ein, da wetterbedingte Verzögerungen vorkommen können und Rückfahrten ebenfalls begrenzt sind.
Die Inseln wurden nie mit dem Festland verbunden, weshalb sich hier Pflanzen und Tiere entwickelten, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Etwa 40 Prozent der Pflanzenarten und viele Schnecken, Insekten und Vögel leben ausschließlich in diesen Wäldern.
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