Tennō-ji Temple, Tendai-buddhistischer Tempel in Yanaka, Tokio, Japan
Tennō-ji ist ein Tendai-buddhistischer Tempel im Tokioter Stadtteil Yanaka, 1274 von Nichigen gegründet. Der Eingang besteht aus einem flachen dunklen Balken auf zwei grauen Betonpfeilern; der rechte Pfeiler trägt ein weißes fünfblättriges Emblem und die Schriftzeichen 長田山 und 天王寺. Auf dem Gelände sitzt ein 1690 gegossener Buddha aus verwittertem grüngrauem Metall mit gekreuzten Beinen auf einer Lotosbasis über einem gestuften Sockel; daneben stehen ein Steinlaterne und ein beschrifteter Steinmarker.
Der Tempel wurde 1274 gegründet und erfuhr später eine grundlegende religiöse Umgestaltung, als er im Jahr 1698 von der Nichiren-Tradition zur Tendai-Buddhismus-Tradition wechselte. Diese Änderung prägte die spirituelle Ausrichtung des Ortes für die folgenden Jahrhunderte.
Der Tempel beherbergt die Statue des Bishamonten, eine der sieben glücklichen Gottheiten, die Besucher auf ihrer Pilgerfahrt durch den Stadtteil Yanaka treffen. Die Statue zieht Gläubige an, die den Tempel als Teil dieser traditionellen Route besuchen.
Der Tempel liegt etwa 20 Meter vom Südausgang des Bahnhofs JR Nippori entfernt, also rund zwei Gehminuten; die Station Sendagi der Chiyoda-Linie ist etwa 950 Meter entfernt. Ein Teil des früheren Geländes wurde 1874 zum Friedhof Yanaka, beide sind durch einen baumgesäumten Weg verbunden. Die Torpfeiler tragen die Inschrift Nagatayama Tennō-ji.
Die vom Shogunat 1700 genehmigte Glückslotterie des Tempels zählte neben dem Meguro Fudō und dem Yushima Tenjin zu den drei großen Lotterien Edos. Verbote von 1728 und 1842 beendeten sie nicht sofort; erst die Tenpō-Reform von 1842 stoppte die Ziehungen. Die zugehörigen Unterlagen sind heute Kulturgut des Bezirks Taitō.
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