加計隅屋鉄山, Historische Eisenmine in Akiota, Japan
加計隅屋鉄山 (Kakesumiya Tetsuzan) ist eine archäologische Stätte in der Gemeinde Akiota in der Präfektur Hiroshima, Japan, wo die Überreste einer Eisenverhüttungsanlage aus dem frühen 19. Jahrhundert erhalten sind. Dazu gehören Schmelzöfen, Werkstätten und ein verzweigtes System von Wasserkanälen, die in den Berghang gehauen wurden.
Die Anlage wurde unter der Leitung der Familie Sasaki betrieben und entwickelte sich im frühen 19. Jahrhundert zur bedeutendsten Eisenverhüttungsanlage der westlichen Region Japans. Der Betrieb wurde eingestellt, als neue Technologien die traditionelle Verhüttungsmethode verdrängten.
Die Anlage zeigt, wie die Eisenproduktion das Leben der umliegenden Dörfer in der Edo-Zeit geprägt hat. Wer die Überreste der Werkstätten und Wassergräben besichtigt, kann sich vorstellen, wie viele Menschen hier ihren Alltag rund um die Verhüttung organisiert haben.
Das Gelände liegt in einem Berggebiet mit unebenen, felsigen Wegen zwischen den archäologischen Überresten, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert. Da die verschiedenen Überreste über eine größere Fläche verteilt sind, sollte man ausreichend Zeit einplanen.
Die Wasserkanäle dienten nicht nur der Kühlung, sondern trieben auch mechanische Anlagen an, die für den Betrieb der Öfen notwendig waren. Dieses doppelte Nutzungssystem zeigt, dass die Ingenieure damals sehr genau wussten, wie sie die natürliche Kraft des Wassers einsetzen konnten.
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