Nageire-dō, Buddhistische Tempelhalle am Berg Mitoku, Japan
Nageire-dō ist eine hölzerne Tempelhalle auf dem Gipfel des Berges Mitoku, die mit einer Kakezukuri-Bauweise in die Steilwand integriert wurde. Die Halle ruht auf schmalen Holzpfeilern, die direkt im Fels verankert sind, und trägt ein traditionelles geschwungenes Dach über einem einzigen Gebetsraum.
Die Tempelhalle wurde in der Heian-Zeit um das Jahr 1200 errichtet und zeigt die Fähigkeit japanischer Baumeister, religiöse Stätten an abgelegenen Berghängen zu schaffen. Später wurde sie als nationales Kulturgut anerkannt und zählt zu den bedeutendsten Beispielen mittelalterlicher Bergarchitektur.
Die Struktur gehört zur buddhistischen Tendai-Sekte und dient als Meditationsraum, wo Mönche Shugendō praktizieren.
Der Zugang erfordert eine Wanderung über schmale Pfade mit Metallketten und Holzleitern, und feste Schuhe mit griffiger Sohle sind notwendig. Die Strecke eignet sich nur für Besucher mit guter Trittsicherheit, da manche Abschnitte steil und ausgesetzt sind.
Der Name bedeutet wörtlich „geworfene Halle
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