Mutsu Kokubun-niji, Buddhistischer Tempel in Wakabayashi-ku, Japan.
Mutsu Kokubun-niji ist ein buddhistisches Tempelgelände in Wakabayashi-ku mit Grundsteinen einer 9,8 mal 8,53 Meter großen Haupthalle und archäologischen Resten aus dem 8. bis 10. Jahrhundert. Das Ausgrabungsgebiet zeigt die physischen Überreste einer einstigen Nonnengemeinschaft, die in dieser Region ansässig war.
Der Kaiser Shōmu ordnete 741 den Bau dieses Frauenklosters als Teil eines landesweiten Netzes buddhistischer Tempel an, um eine Pockenepidemie einzudämmen. Die Gründung war Teil einer größeren staatlichen Initiative zur Verbreitung des Buddhismus als Schutzmittel gegen Krankheiten.
Das Tempelgelände war ein Ort weiblicher religiöser Gemeinschaft, wo Nonnen täglich Zeremonien abhielten und buddhistische Praktiken in der Provinz Mutsu verankerten. Die Präsenz dieser Frauen prägte das spirituelle Leben der Region über Jahrhunderte hinweg.
Das Gelände befindet sich 700 Meter östlich von Mutsu Kokubun-ji und ist heute ein geschütztes historisches Forschungsgebiet, das als Ausgrabungsstätte besucht werden kann. Besucher sollten beachten, dass das Terrain unebene Böden und begrenzte Infrastruktur aufweist.
Archäologische Ausgrabungen offenbarten 1948 einen Erdhügel namens Kannon-zuka, der sich als Überrest der ursprünglichen Ordinationsplattform des Tempels erwies. Dieser Fund half Archäologen, die räumliche Anordnung und Funktionen des Komplexes besser zu verstehen.
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