Sankō Library, Private religiöse Bibliothek in Shibakōen, Japan
Die Sankō-Bibliothek ist eine private Religionsbibliothek im Stadtteil Shibakōen in Tokio, die sich auf buddhistische Texte, historische Dokumente und Holzschnitte der Edo-Zeit spezialisiert hat. Sie befindet sich im Erdgeschoss des Gebäudes Meishokaikan und umfasst eine Sammlung von rund 256.000 Bänden.
Die Bibliothek wurde von Benkyō Shiio gegründet und 1964 in das Sankō-Forschungsinstitut für Buddhistische Studien eingegliedert, bevor sie 1966 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Dieser Schritt verwandelte eine private Sammlung in ein Forschungszentrum, das buddhistische und historische Quellen systematisch zusammenführt.
Die Bibliothek bewahrt Reisetagebücher von Matsuo Bashō, dem berühmten Haiku-Dichter des 17. Jahrhunderts, sowie historische Karten von Inō Tadataka, dem ersten modernen Kartografen Japans. Wer diese Dokumente betrachtet, bekommt einen direkten Einblick in die Art und Weise, wie Menschen einst durch das Land reisten und es sich vorstellten.
Die Bibliothek befindet sich im Erdgeschoss des Meishokaikan und ist daher leicht zu finden, ohne dass man im Gebäude suchen muss. Sie ist werktags tagsüber geöffnet, daher empfiehlt es sich, den genauen Zeitplan im Voraus zu prüfen.
Die Sammlung gliedert sich in mehrere Teilsammlungen, darunter die Takeda-, Uchida-, Shiio- und Masutani-Sammlung, die jeweils von verschiedenen Sammlern zusammengestellt wurden. Diese Aufteilung ermöglicht es Forschern, sich auf bestimmte Themen oder Zeiträume zu konzentrieren, ohne den gesamten Bestand durchsuchen zu müssen.
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