Zōjō-ji, Buddhistischer Tempel in Shibakōen, Tokio, Japan
Zōjō-ji ist ein buddhistischer Tempel im Stadtviertel Shibakōen in Tokio, Japan, der zu den bedeutenden Kulturschätzen des Landes zählt. Die weitläufige Anlage erstreckt sich neben dem Tokioter Turm und umfasst mehrere Gebäude aus verschiedenen Epochen, die durch gepflegte Wege und Gartenflächen miteinander verbunden sind.
Der Mönch Shōsō gründete den Tempel im Jahr 1393 und gab ihm damit eine zentrale Stellung innerhalb der Jōdo-Schule. Als Tokugawa Ieyasu 1598 seine Herrschaft festigte, verlegte er die Anlage an ihren heutigen Standort und machte sie zum Familientempel seines Klans.
Der Name Zōjō-ji bedeutet wörtlich "Tempel des Erhöhten Gipfels" und verweist auf die spirituelle Bedeutung innerhalb der Jōdo-Schule. Besucher können Mönche bei täglichen Ritualen beobachten und im Innenhof stehen zahlreiche Jizō-Statuen, die zum Gedenken an verstorbene Kinder aufgestellt wurden.
Die Hauptanlage ist frei zugänglich, und Besucher können durch die Tore spazieren, um die Gebäude und den Innenhof zu betrachten. Das Mausoleum liegt etwas abseits und erfordert einen kurzen Fußweg, wobei die Wege überwiegend eben und leicht begehbar sind.
Das Sangedatsumon-Tor aus dem Jahr 1622 ist die älteste erhaltene Holzkonstruktion der Stadt und überlebte alle großen Brände und Erdbeben. Sein Name bedeutet "Tor der Befreiung von drei Weltlichkeiten" und bezieht sich auf buddhistische Lehren über die Überwindung von Gier, Hass und Unwissenheit.
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