Nakagō Kofun Cluster, Archäologisches Areal in Tsuruga, Japan
Der Nakagō Kofun Cluster ist eine Gruppe antiker Grabhügel in der Stadt Tsuruga in Japan, die zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert n. Chr. errichtet wurden. Er besteht aus zwei Hauptgruppen, der Mukaiyama-Gruppe auf einem Hügel mit kreisförmigen Hügeln und der Myōjinyama-Gruppe mit schlüssellochförmigen Hügeln, die für ranghohe Personen charakteristisch sind.
Die Grabhügel wurden zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert n. Chr. angelegt und gehören damit zur Kofun-Zeit, einer Epoche, in der der Bau monumentaler Gräber in Japan weit verbreitet war. Bei Bauarbeiten an einer Autobahn wurden der Standort und die darin enthaltenen Grabbeigaben wiederentdeckt, was zu seiner Erforschung und späteren Schutzausweisung im Jahr 1988 führte.
Das Wort Kofun bedeutet auf Japanisch alter Hügel, und diese Gruppe ist eines der klarsten Beispiele dafür, wie die Form der Gräber den gesellschaftlichen Rang widerspiegelte. Die größten Hügel waren Herrschern oder Kriegern vorbehalten, während kleinere sie umgaben und so auch im Tod eine deutliche Ordnung zeigten.
Die Stätte verfügt über kaum Einrichtungen, daher empfiehlt es sich, bequeme Schuhe zu tragen und Wasser mitzubringen. Informationstafeln vor Ort erklären die Geschichte der Grabhügel auf Japanisch.
Unter den Funden aus diesem Gelände befinden sich goldbeschichtete Helme und Rüstungsteile, die auf ein hohes handwerkliches Können hindeuten. Solche Objekte sind auch in Japans nationalen Museen selten zu sehen.
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