Saemangeum Seawall, Deich an der Westküste Südkoreas.
Der Saemangeum-Seedeich ist ein gewaltiger Küstendamm an der Westküste Südkoreas, der die Gelbe See vom Hinterland trennt. Er verläuft zwischen der Halbinsel Byeonsan im Norden und Gogunsan im Süden und bildet eine durchgehende Barriere aus Beton und Steinschüttung.
Der Bau begann 1991 und dauerte fast zwei Jahrzehnte, bis das Bauwerk 2010 fertiggestellt wurde. In dieser Zeit veränderten Tausende von Arbeitern die gesamte Küstenlinie grundlegend und schufen eine neue Landschaft an Stelle von Flachwasser und Gezeitenzonen.
Der Deich ist mehr als nur eine Barriere gegen das Meer. Er prägt das Alltagsleben in dieser Region und zeigt, wie Menschen sich an große Veränderungen anpassen, wenn alte Lebensweisen durch neue Wirtschaftszweige ersetzt werden.
Der Damm ist von beiden Enden aus zugänglich und kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad befahren werden, wobei der Weg an der Oberkante freie Sicht auf Meer und Neuland bietet. Die beste Zeit für einen Besuch ist tagsüber bei klarem Wetter, da es kaum Schatten gibt.
Mit einer Länge von etwa 33 Kilometern ist dieser Damm einer der längsten seiner Art weltweit. Die dahinter gewonnene Fläche entspricht in etwa der Größe der Stadt Seoul und wird heute für Landwirtschaft, Industrie und neue Stadtentwicklung genutzt.
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